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von Tobias Enge (Kommentare: 0)

Kinderferienprogramm 2017

Ausfahrt nach Rielingshausen sorgt bei kleinen Geologen für Staunen

Riesige Bagger, Raupen und hohe Wände – das und vieles mehr konnten Jungen und Mädchen bei einem Besuch im Steinbruch Klöpfer in Rielingshausen bestaunen. Den Ausflug hatte der Bund der Selbständigen (BdS) Kirchberg als Ferienprogramm organisiert. Nach einem Regenschauer machten sich die Kinder tollkühn mit ihren gelben Schutzhelmen auf, den Steinbruch zu erkunden.

Viele Fragen wurden während der Besichtigung im knöcheltiefen Schlamm gestellt. So erfuhren die wissbegierigen Kinder vom Technischen Leiter, Benjamin Hofmann, dass pro Einwohner etwa zehn Tonnen Gestein pro Jahr abgebaut und verarbeitet werden. Das ist etwa zwölf Mal so viel, wie die ganze Gruppe auf der großen Waage wog.

Um weite Transporte zu vermeiden, sind Steinbrüche im ganzen Land nötig. Mit den Baustoffen aus Rielingshausen werden Straßen und Häuser gebaut. Der verarbeitete Muschelkalk ist das Rückgrat unserer Straßen, er steckt in Beton und Asphalt. In anderer Form und kleineren Mengen kommt er aber auch in Zahnpasta vor.

Die kleinen Geologen erfuhren auch, dass bei der Herstellung mit einem großen Bohrgerät Löcher in das Gestein gebohrt werden. Diese befüllt man mit Sprengstoff und das Gestein wird anschließend gesprengt. Für den Transport innerhalb des Steinbruchs sind 90 Tonnen schwere Bagger und spezielle Schwerlastkraftwagen im Einsatz. Die großen Muldenkipper wiegen voll beladen über 100 Tonnen, so viel wie 100 kleine PKW. Die Kinder waren ganz begeistert, einmal in solch‘ einem großen Gefährt eine Runde durch den Steinbruch zu drehen.

Die Kirchberger Jungen und Mädchen durften sich anschließend sogar einmal als Vermessungstechniker ausprobieren. Mit einer riesigen Messlatte und einer Art Fernglas ermittelten die schlauen Kopfrechner eine Höhendifferenz auf dem Gelände. Gemeinschaftlich kam man zum Schluss, dass noch Schotter nötig war, um die vermeintlich ebene Fläche auch wirklich eben zu machen.

Mit einem bereitgestellten Minibagger konnte unter Anleitung von Frank Schmidt nach „Schätzen“ gegraben werden. Dabei wurden neben Süßigkeiten auch Lösskindel gefunden, ein Erbe der letzten Eiszeit.

Zum Ausklang gab es für jeden eine kleine Stärkung. BdS Vorstand Klaus Salzer bedankte sich im Namen der Teilnehmer sehr herzlich bei Benjamin Hofmann für die interessante und kurzweilige Führung.

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Neue Vorstandschaft einstimmig gewählt (BKZ 14.07.2017)

von Tobias Enge (Kommentare: 0)

Aktive Unternehmer - Frank Seeger

Knapp 200 Selbstständige sind am Montag zum Vortrag der „Aktiven Unternehmer“ gekommen.

 

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“, wusste schon Aristoteles. Wie wahr dieses Zitat auch heute noch ist, zeigt der lose Zusammenschluss „Aktive Unternehmer rund um Bottwar, Murr und Neckar“. Zwölf Vereine von Selbstständigen, Freiberuflern und Gewerbetreibenden treffen sich immer wieder zu gemeinsamen Unternehmungen und Vorträgen, wobei der Netzwerkgedanke im Vordergrund steht, wie Uli Eitel, Anzeigenverkaufsleiter der Marbacher Zeitung, betont. Er ist der Initiator der Gruppierung und organisiert zusammen mit den Vorsitzenden einmal jährlich einen Vortrag für die Aktiven. „Für einen Verein alleine wäre das zu teuer, gemeinsam kann man es sich leisten“, erklärte er den Vorteil.

 

Am Montagabend stand eine ebenso spannende wie unterhaltsame Weiterbildungsmaß-nahme auf dem Programm, zu der sich die Unternehmer bei den Bottwartaler Winzern trafen. Unter dem Titel „Mensch ärgere dich – aber richtig“ präsentierte der studierte Rhetoriker und ausgebildete Deeskalationstrainer Frank Seeger wirksame Strategien, die man im Umgang mit schwierigen Kunden oder Mitarbeitern anwenden kann.

 

Knapp 200 Interessierte hatten sich trotz großer Hitze dazu eingefunden und nutzten auch im Anschluss an den Vortrag die Möglichkeit zum Netzwerken. Auch Großbottwars Bürger-meister Ralf Zimmermann hatte bei seiner Begrüßung erklärt: „Es ist wichtig, sich zusammen-zuschließen und Netzwerke zu pflegen.“

 

„Gibt es überhaupt negative Emotionen?“, lautete die provokante Anfangsfrage. Die Antwort: „Ja, aber nicht so viele, wie wir manchmal glauben.“ Denn: „Acht von zehn Menschen haben mit ihrem Gesicht einfach Pech gehabt“, verkündete Seeger zur Erheiterung seiner Zuhörer. Die Erklärung folgte prompt: Bei den meisten Menschen deute die Verlängerung der Mundwinkel nach unten, wenn sie sich konzentrierten. Mit schlechter Laune habe das nichts zu tun. Ein typisches Beispiel dafür sei Angela Merkel: „Die Frau hat ja fast schon Lefzen.“ Dennoch habe sie es inzwischen gelernt, ein freundliches Gesicht zu machen. „Und wenn sie das kann, kriegen Sie das auch hin!“, ermunterte der Referent die Zuhörer am Montagabend bei den Bottwartaler Winzern.

 

Doch es gebe auch echte negative Emotionen. Wo Grenzen überschritten würden, entstehe Wut. Sie sei eine Warnung des Unterbewusstseins und „kommt dann, wenn das Hirn versagt hat.“ Wichtig sei dann, nicht zu lange zu warten. „Laberbacken muss man gleich unterbrechen, sonst besteht die Gefahr, dass man nicht mehr höflich ist“, empfahl Seeger. Außer Tipps zu „Laberbacken“ hatte er auch Empfehlungen zum Umgang mit „Jammerlappen“ und

distanzlosen Menschen. Glasklar war Seegers Ansage zu Beleidigungen und persönlichen

Angriffen: „Das müssen Sie sich nicht gefallen lassen.“ Seine Empfehlung: „Sofort unterbrechen und für den Wiederholungsfall die Beendigung des Gesprächs ankündigen.“ Kurz und knapp zu sein empfehle sich auch bei Konfliktgesprächen. „Wenn das Gespräch zu lang dauert, hat das Gegenüber noch Hoffnung und ist umso aggressiver, wenn es beim Nein bleibt.“ Die Mühe im Umgang mit schwierigen Menschen lohne sich: „Wenn man sie in den Griff bekommt, sind sie oft die loyalen Stammkunden.“

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